Spaghetti gehören seit Jahren zu meinen veganen Favoriten in der Berliner Küche, besonders dann, wenn sie mit einer besonderen Soße kombiniert werden. Diese Spaghetti in Tomaten-Tofu-Soße auf weißer Bohnencreme sind ein perfektes Beispiel für ein Gericht, das nicht nur satt macht, sondern auch ausgewogen und alltagstauglich ist. Mit den richtigen Zutaten und ein paar Tricks wird die Pastaküche zum eiweißreichen Genuss, den auch Gäste sehr schätzen.
Der Clou dieser Kreation ist die Mehrdimensionalität: Die Hauptkomponente, die Spaghetti, verbinden sich mit einer würzigen Tomaten-Tofu-Soße, darunter versteckt sich eine unglaublich zarte, weiße Bohnencreme. Die Spaghetti dienen als klassischer Pasta-Träger und bekommen durch das Kochwasser eine ganz leichte Bindung, was die Soße wunderbar anhaften lässt.
Tomaten-Tofu-Soße und ihre Geheimnisse
Die Soße braucht keine exotischen Zutaten: Hochwertiger Naturtofu, der erst fein zerkrümelt und dann mit Sojasoße, Tomatenmark, Oregano und Paprika mariniert wird, bekommt im Ofen eine faszinierend herzhafte, fast leicht rauchige Note. Durch das längere Backen wird die Textur schön knusprig. Wichtig ist hier, dass du zwischendurch gut wendest, damit der Tofu nicht zu trocken wird und wirklich von allen Seiten etwas Röstaroma abbekommt. Die Gewürzmischung sorgt dafür, dass aus relativ neutralem Tofu eine richtig leckere, würzige Einlage wird – ideal, wenn du Tofu lecker marinieren und anbraten möchtest.
Die Basis der Tomatensoße bilden angebratene Frühlingszwiebeln und frischer Knoblauch – je nach Geschmack kannst du beim Knoblauch auch etwas variieren, um dem Gericht entweder eine angenehm milde oder richtig intensive Note zu geben. Die Dosentomaten bringen Süße und Säure ins Spiel. Ein guter Schuss Olivenöl, Schalenabrieb einer Bio-Zitrone (optional) und das Kochwasser sorgen für die sämige Konsistenz. Letzteres nicht vergessen! Das salzige Nudelwasser gibt der Soße Bindung und einen Hauch Umami. Wenn du die gekochten Spaghetti direkt in die Soße gibst, nehmen sie das Aroma optimal auf, und die Pasta bleibt angenehm saftig.
Weiße Bohnencreme als Basis
Eine Bohnencreme bildet nicht nur das perfekte Bett unter der Pasta, sondern hebt das Gericht ernährungsphysiologisch auf ein neues Level. Die Kombination aus weißen Bohnen, Hefeflocken, Zitronensaft und Knoblauch ergibt, vor allem mit etwas kaltem Wasser, eine wunderbar samtige, fast sahnige Konsistenz. So kommen auch Liebhaber von cremigen Texturen auf ihre Kosten, ohne auf tierische Produkte zurückzugreifen. Die pürierte Mischung sollte möglichst fein sein, daher lohnt sich ein leistungsstarker Mixer. Wer auf die „Wie gelingt eine perfekte Bohnencreme?“-Frage eine befriedigende Antwort sucht: Bohnen nach dem Mixen ruhig noch etwas ziehen lassen, dann verliert sich der Hauptbohnengeschmack und die Gewürze kommen besser raus.
Ein zusätzlicher Tipp: Mit den Hefeflocken solltest du nicht sparen, denn sie sorgen neben Geschmack und Nährstoffen für die typisch „käsige“ Note, die viele an klassischer Pasta schätzen. Wer mag, kann zusätzlich etwas weißen Pfeffer für leichten Kick hinzugeben. Beim Abschmecken ist feines Salz gefragt, das die Bohnencreme nicht überlagert, sondern ihre nussige Frische bewahrt.
Kombination und Anrichten
Wenn alle Komponenten vorbereitet sind, wird die Bohnencreme großzügig mit einem Löffel auf dem Teller ausgebreitet. Darauf kommen die mit Tomaten-Tofu-Soße vermengten Spaghetti, die so nicht nur toll aussehen, sondern auch das Aroma und die Cremigkeit der Basis langsam aufnehmen. Ein Hauch frischer Basilikum bringt Geschmack und Farbe. Die Kombination aus den cremigen, frischen, würzigen und knusprigen Elementen macht dieses Gericht besonders.
Das Rezept eignet sich hervorragend als Mealprep und hält sich auch am nächsten Tag sehr gut. Die Bohnencreme kann als Dip oder Brotaufstrich verwendet werden, während die Tomaten-Tofu-Soße auch auf Reis schmeckt. Dieses Gericht zeigt, wie vielfältig vegane Pasta mit proteinreicher Soße sein kann – egal, ob für Gäste oder entspannten Feierabend.
FAQ
Kann ich auch andere Bohnen nutzen?
Ja, du kannst anstelle von weißen Bohnen auch Kichererbsen oder Cannellini-Bohnen verwenden. Bedenke aber, dass je nach Bohnensorte Konsistenz und Geschmack leicht variieren.
Wie halte ich den Tofu richtig saftig?
Durch das Wenden beim Backen bleibt der Tofu außen knusprig und innen zart. Achte darauf, nicht zu lange zu backen, sonst wird er trocken. Das Öl in der Marinade hilft zusätzlich.
Kann ich die Bohnencreme vorbereiten?
Die Bohnencreme lässt sich sehr gut vorbereiten und hält abgedeckt im Kühlschrank etwa zwei Tage frisch. Vor dem Servieren am besten nochmal kräftig umrühren oder eventuell etwas Wasser zugeben.
- 150 g Spaghetti
- 400 g Naturtofu
Tomatensoße
- 2 Frühlingszwiebeln
- 1 Dose gehackte Tomaten
- 2 Knoblauchzehen
- 1 TL Salz
- 1 TL Pfeffer
- 1 EL Olivenöl
- 3 Kellen Pasta Wasser
Weiße Bohnencreme
- 250 g weiße Bohnen abgespült
- 2 EL Hefeflocken
- 1 EL Zitronensaft
- 1 kleine Knoblauchzehe frisch
- 50 ml kaltes Wasser
- ½ TL Salz
- ½ TL Pfeffer
Den Tofu mit den Händen fein zerbröseln und mit Sojasoße, Tomatenmark, Oregano, Paprikapulver und Salz vermengen, dann auf ein Blech geben und bei 200 Grad etwa 30 Minuten backen, bis er knusprig wird, zwischendurch ab und zu wenden.
Die Spaghetti in reichlich Salzwasser gar kochen und anschließend abgießen.
Für die Soße die Frühlingszwiebeln in ringe schneiden, den Knoblauch fein hacken und in etwas Olivenöl kurz anbraten, dann die gehackten Tomaten, Salz und Pfeffer einrühren und einige Minuten köcheln lassen.
Die weißen Bohnen mit Hefeflocken, Zitronensaft, frischem Knoblauch, Salz, Pfeffer und Wasser zu einer glatten, cremigen Masse mixen.
Den gebackenen Tofu in die Tomatensoße geben und gut vermengen, dann die gekochten Spaghetti unterheben, sodass alles gleichmäßig von der Soße umhüllt ist.
Die Bohnencreme auf einen Teller streichen, die Spaghetti mit Tomaten-Tofu-Soße darauf anrichten und mit frischem Basilikum toppen.
Nutrition Facts
Spaghetti mit Tomaten-Tofu-Soße & Bohnencreme
Amount per Serving
% Daily Value*
Mehrfach ungesättigte Fettsäuren
Einfach ungesättigte Fettsäuren
* Percent Daily Values are based on a 2000 calorie diet.